Waltraud Andruet, Völklingen
Redebeitrag zum Antikriegstag 2026 bei der Veranstaltung am 1. September 2026 in Völklingen
Redebeitrag zum Antikriegstag 2026 bei der Veranstaltung am 1. September 2026 in Völklingen
+ + + Es gilt das gesprochene Wort + + +
Liebe Friedensfreundinne und liebe Friedensfreunde,
heute stehen wir wie viele Friedensbewegte bundesweit am 1. September zum Antikriegstag wieder auf der Straße, um unseren Widerstand gegen diese Kriegsvorbereitung kundzutun.
Ich freue mich, dass Ihr heute hier seid und ein Teil dieser Bundesweite Bewegung seid.
Seit 1959 gehen Gewerkschaften und Friedensgruppen unter dem Motto: „Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“ jährlich am 1. September, dem Jahrestag des Überfalls der deutschen Wehrmacht auf Polen 1939, für eine friedlichere Welt auf die Straße. Damit soll an die schrecklichen Folgen von Krieg, Gewalt und Faschismus erinnert werden. Es ist für mich erschreckend mitzubekommen, wie sich vieles nochmal wiederholt.
Ansätze dazu konnte man bei der Wahl zum Regionalverband am Sonntag leider schon erkennen. Wir dürfen uns trotzdem nicht entmutigen lassen nach so einem Wahltag und die Friedensbewegung wird alles dafür tun, dass sich so was nicht mehr wiederholt.
Liebe Friedensfreundinnen und liebe Friedensfreunde, ich freue mich das heute hier ein Breites Bündnis zum Antikriegstag 2026 aufgerufen hat. Und ihr dem Motto: Widerstand gegen Kriegsverbreitung! Abrüsten statt Aufrüsten! Wehrpflicht stoppen!
gefolgt seid, und das ist gut so, denn Frieden geht uns alle an.
Wir müssen zusammenhalten und mit aller Macht und allen Kräften.
Wir brauchen neue Perspektiven für die Sicherheitspolitik der Zukunft und müssen umsteuern auf ein menschenwürdiges Leben für alle Menschen.
„Es ist illusorisch, globale Probleme weltweit durch Konfrontation und militärischen Einsatz lösen zu wollen. Es bedarf dringend einer anderen Herangehensweise und grundsätzlicher Änderungen, um Konflikte beizulegen, bzw. Kriegs- und Fluchtursachen zu bekämpfen. Lösungsansätze müssen in den Augen aller Beteiligten Zusammenarbeit, Austausch, Dialog und Vertrauensaufbau in Verhandlungen sein. Entscheidend für die Einhaltung der Menschenrechte und Frieden sind Initiativen für Abrüstung und globale Gerechtigkeit, Solidarität mit Geflüchteten und Einsatz für Weltoffenheit statt Militarismus, Populismus und Hass. Von hier aus soll ein starkes Zeichen für Frieden, Abrüstung und Toleranz ausgehen.
Tragen wir diese Gedanken mit uns, wenn wir nachher geschlossen zum antifaschistischen Mahnmal zu der Kundgebung vom DGB gehen.
„Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!“
Redner*in:
Waltraud Andruet ist Sprecherin vom FriedensNetz Saar Saarwellingen
Thema
- Antikriegstag (1. September)