Marita Salm, Limburg

Redebeitrag für den Ostermarsch Limburg am 16. April 2022

 

- Es gilt das gesprochene Wort –

Liebe Friedensfreund*innen,

Gut, dass Ihr Alle da seid, hier beim Ostermarsch in Limburg.

Einem Ostermarsch, der stattfindet, während hier in Europa Krieg geführt wird. Ein Krieg, den Russland begonnen hat, mit seinem völkerrechtswidrigen Einmarsch in die Ukraine.

Ein Krieg, dessen Dauer wir schon nicht mehr in Tagen zählen, sondern in Wochen, und wir befürchten, wir werden bald in Monaten, oder sogar Jahren zählen müssen.

Überall führt Krieg zu Verbrechen, es wird getötet und gestorben, Menschen flüchten aus ihrer Heimat.

Es ist nicht der einzige Krieg auf der Welt, der zur Zeit geführt wird. Ich erinnere an Syrien, den Jemen, Afghanistan. Insgesamt 25 zur Zeit.

Und es nicht der erste Krieg in Europa seit dem zweiten Weltkrieg. Hier erinnere ich an die Jugoslawien-Kriege , den Zypern-Krieg, und an Georgien und Armenien und Aserbaidschan.

Was an diesem Krieg anders ist, ist die Tatsache dass wir am Rande eines dritten Weltkrieges stehen. Eine Atomkatastrophe – auch ohne den Einsatz atomarer Waffen, ist greifbar. Aber um es deutlich zu sagen, das macht die anderen Kriege nicht weniger schlimm.

Waffen und Rüstung haben keinen dieser Kriege verhindert, sie haben nachhaltig keines der Probleme gelöst, durch das diese Kriege ausgelöst wurden.

Nein Waffen und Hochrüstung töten schon im Frieden. Sie töten deshalb schon im Frieden, weil Geld und Ressourcen verschwendet werden, die wir und die ganze Welt an anderer Stelle sehr viel dringender bräuchten. Wir bräuchten sie für die Rettung des Klimas, für die Abschaffung von Hunger, für eine optimale Gesundheitsvorsorge, für Bildung, für weltweite soziale Gerechtigkeit, für die weltweite Schaffung  von guten Lebensbedingungen, egal wo jemand geboren wird.

Und damit, so ist meine feste Überzeugung, würden wir auch nachhaltig die Probleme verhindern, die zum Krieg führen!

Und deswegen ist die Aufrüstung, die hier, in unserem Deutschland, aber auch in ganz Europa, den USA und letztendlich auf der ganzen Welt in Folge dieses Krieges geplant ist, der falsche Weg!

Um diesen Krieg zu beenden, um das Leiden der Menschen zu beenden, das Sterben und Töten zu beenden, die Verbrechen, die in jedem Krieg begangen werden, zu beenden, hilft nicht Waffen, Waffen, Waffen – sondern nur eins: Reden, Reden, Reden!

Und aus dieser Überzeugung heraus frage ich mich, hat Deutschland, die EU, die USA und letztendlich die Weltgemeinschaft alles getan, um ihn zu verhindern?    

Es gab bereits zwei Weltkriege, die von deutschem Boden ausgingen, lasst uns alles dafür tun, dass wir jetzt in dieser Situation unseren Beitrag dazu leisten, dass unsere Kinder und Enkel sagen können, Danke, dass ihr dazu beigetragen habt, den dritten Weltkrieg zu verhindern!

Ich danke Euch.

 

Marita Salm ist aktive beider Ostermarsch Vorbereitungsgruppe in Limburg.